Neue Projekte „Besser zur Schule“ gestartet
Mit Beginn des Jahres sind neue Projekte für das Programm „Besser zur Schule“ gestartet. Neu mit dabei sind unter anderem Schulen im Main-Kinzig-Kreis, im Odenwaldkreis, im Kreis Offenbach und im Landkreis Kassel. Bis zum Herbst werden in diesen Landkreisen für über 20 Schulen gemeinsam mit den Schulen, den Schulträgern und den Kommunen integrierte Schulmobilitätspläne erarbeitet.

Noch immer werden viele Kinder regelmäßig mit dem Auto zur Schule gebracht, obwohl sie ihren Schulweg bereits eigenständig bewältigen könnten. Besonders zu den Bring- und Abholzeiten führt dies im Umfeld vieler Schulen zu hohen Verkehrsbelastungen. Elterntaxis, Linien- und Schulbusse sowie Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, treffen auf engem Raum aufeinander. Kurzzeitiges Halten, Wenden und Parken sowie fehlende oder unsichere Querungsmöglichkeiten sorgen dabei häufig für unübersichtliche und potenziell gefährliche Situationen. Diese Ausgangslage ist für viele Gebietskörperschaften Anlass, ihre Schulen gezielt bei der Entwicklung von Schulmobilitätsplänen zu unterstützen.
Mit Start des Programms Besser zur Schule in 2026 setzten alle beteiligten Kommunen und Schulen einen wichtigen einen wichtigen Impuls für eine möglichst sichere, eigenständige und umweltfreundliche Schulmobilität. Gemeinsam mit den beteiligten Akteuren vor Ort werden integrierte Schulmobilitätspläne erarbeitet, die passgenau auf die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten zugeschnitten sind. Der Auftakt 2026 erfolgt an über 20 Schulen im Landkreis Kassel, im Kreis Offenbach, im Main-Taunus-Kreis, im Odenwaldkreis, im Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie in den Städten Rüsselsheim und Wiesbaden.
Schulmobilitätspläne bündeln eine Vielzahl gezielter Maßnahmen, die ineinandergreifen. Dazu zählen Anpassungen der Infrastruktur und Verkehrsregelungen ebenso wie Angebote der Mobilitätsbildung sowie organisatorische und kommunikative Ansätze. Grundlage bilden fachlich begleitete Workshops, Ortsbegehungen und Mobilitätsbefragungen im engen Austausch mit allen Beteiligten. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch die Perspektive der Schülerinnen und Schüler, denn es geht um ihren Schulweg, ihre Sicherheit und ihre Selbstständigkeit.
Vorreiter im schulischen Mobilitätsmanagement
Ein gelungenes Beispiel für vorbildliche Schulmobilität ist die Stadt Rüsselsheim. Dort wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche bauliche, organisatorische und pädagogische Maßnahmen umgesetzt, um Schulwege sicherer, übersichtlicher und nachhaltiger zu gestalten. Durch gezielte Verkehrslenkung im Schulumfeld, verbesserte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Roller sowie begleitende Aktionen zur Förderung aktiver Mobilität konnte die selbstständige Mobilität der Schülerinnen und Schüler gestärkt werden. Auch Beteiligungsformate und gemeinsame Aktionen wie die aktive Teilnahme am Wettbewerb Schulradeln leisten einen wichtigen Beitrag. Begleitet werden diese Entwicklungen durch ein aktives Netzwerk, in dem die Kommune, Schulen, Polizei, Verkehrsverbände und engagierte Eltern regelmäßig zusammenkommen. Der fachliche Austausch, gemeinsame Workshops und Ortsbegehungen erweisen sich dabei als zentrale Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Schulmobilität.
Das Programm „Besser zur Schule“
Seit 2018 wurden durch die ivm gemeinsam mit über 120 Schulen erfolgreiche Prozesse zur Entwicklung integrierter Schulmobilitätspläne angestoßen und umgesetzt. Das Programm „Besser zur Schule“ ist heute in vielen Kommunen und Landkreisen der Region Frankfurt RheinMain sowie in ganz Hessen fest verankert und erfreut sich wachsender Nachfrage. Schulen, Schulträger und Kommunen können kostenfrei an dem Beratungsprogramm teilnehmen, um den Verkehr von und zu Schulen nachhaltiger, sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten.
Weitere Informationen zum Programm unter: www.besserzurschule.de