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Tourentipp

Dorfgasthaus - Rundtour Sinn- und Kinzigtal

Von Schlüchtern durch den Naturpark Hessischer Spessart

61.2 km 897 m 952 m
Dominik Suske | Zuletzt geändert: 21.06.2024

Main, Kinzig und Sinn – drei Flüsse, die den blauen Rahmen für den grünen Spessart bilden. Grün ist vorherrschend in dem Mittelgebirge, für das die weitläufigen Wälder bezeichnend sind. Die beiden Naturparke Bayerischer und Hessischer Spessart vereinigen sich zu einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands. Mehr als die Hälfte des Naturparks Hessischer Spessart ist bewaldet, wovon Buchen den größten Teil ausmachen. Daneben sind es die offenen Landschaften mit ihren Flusstälern, die den Spessart zu einem vielfältigen und aussichtsreichen Raderlebnis machen.

Der Bahnhof von Schlüchtern befindet sich ein Stück oberhalb der Stadt, was bereits für einen aussichtsreichen Start sorgt, wenn man mit dem Zug anreist. Die Route startet am Gasthof Hausmann im Zentrum der Stadt, wo man sich nach der Rückkehr kulinarisch belohnen darf. Von der Innenstadt geht es auf einem die Landstraße begleitenden Radweg mit dem Fluss Kinzig in östliche Richtung in den Ortsteil Herolz. Im Ort wird die Kinzig überquert, um dem Fluss nun auf der anderen Seite weiter zu folgen. In der Ortschaft Vollmerz zweigt man auf die L3207 nach rechts ein, gelangt nach Sannerz und gleich darauf nach Weiperz, wo sich der Besuch bei „Döpplersch“ (Gasthaus Döppler) lohnt. Auf der Weiterfahrt durch die nahe beieinanderliegenden Ortschaften Sterbfritz und Mottgers ragt aus der offenen Wiesen- und Feldlandschaft die Burgruine Schwarzenfels majestätisch heraus. Die Route führt in südliche Richtung ein kurzes Stück durch ein enges bewaldetes Tal und über die hessisch-bayerische Landesgrenze hinweg nach Zeitlofs im Sinntal. Entspanntes Radeln auf einer stillgelegten Bahntrasse entlang der Sinn schließt sich an bis in die Ortschaft Altengronau, die schon wieder im hessischen Teil des Naturparks liegt. Die Wegweiser leiten noch ein Stück entlang des herrlichen Wiesengrundes, bis man den Fluss in der Ortschaft Jossa auf der gegenüberliegenden Talseite quert. Damit nimmt die Radtour durch das von bewaldeten Bergflanken gekennzeichnete enge Jossatal seinen Lauf. Weitet sich das Tal, ist die Ortschaft Marjoß erreicht, in der die Jossa nach rechts gequert wird.
Erstmals verändert sich nun der Charakter der Route spürbar. Mit dem Verlassen des Ortes führt die Strecke in einen Wald mit dem höchsten Punkt (462 m) der Rundroute. Damit sind von Marjoß knapp über 200 Höhenmeter zu radeln. Der Bergetappe schließt sich eine Lichtung mit dem Dorf Seidenroth an, worauf die Fahrt kräftig bergab zur Kinzigtalsperre führt. Entlang des südlichen Seeufers führt der Radweg parallel der L987 nach Steinau an der Straße, in der die Brüder Grimm einen Teil ihrer Jugend verbrachten. Die Bezeichnung „an der Straße“ bezieht sich auf die Lage der Stadt an der Via Regia, eine der bedeutendsten mittelalterlichen Handelsstraßen. Der Abstecher in die historische Altstadt mit Schloss, Märchenbrunnen und schönen Fachwerkhäusern ist kurz und sollte nicht versäumt werden. Ab Steinau an der Straße gibt nun die Kinzig die Richtung vor. Vorbei an der Ortschaft Niederzell gelangt man zum nicht mehr weit entfernten Ausgangspunkt der erlebnisreichen Radtour, dem Gasthof Hausmann.

Quelle: Hessische Staatskanzlei / Thorsten Hoyer

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Gasthof Hausmann

Quelle: Hessische Staatskanzlei / Thorsten Hoyer Lizenz: ccby Autor: Thorsten Hoyer
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